Ist Sex wichtiger als Liebe? – Die Jugend von heute

Die Jugendlichen des heutigen Zeitalters werden schon sehr früh erwachsen. Zwischen dem zehnten und dem zwölften Lebensjahr produziert der Körper eines Jugendlichen die ersten Geschlechtshormone und die Geschlechtsorgane entwickeln sich. Die Körperbehaarung beginnt verstärkt zu wachsen. Im 15. Lebensjahr machen viele Jugendliche ihre ersten sexuellen Erfahrungen. Dazu zählt aber nicht nur der reine Geschlechtsverkehr. Erst kommt der erste Kuss, im 16. Lebensjahr kommt es in vielen Fällen zum Petting (dem Streicheln des nackten Körpers der Freundin oder des Freundes). Im 18. Lebensjahr haben viele dann ihren ersten Geschlechtsverkehr. Viele junge Menschen haben dann erstmal Angst davor Fehler zu machen. Aber geht es bei dem Geschlechtsakt um Liebe oder nur um Sex?

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Testosteron

In der Pubertät wird zwar in den meisten Fällen von Liebe gesprochen, aber das ist oft gar nicht der Fall. Viele Jugendliche verlieben sich zunächst in das Aussehen eines anderen Menschen ohne wirklich das Innere des Partners kennengelernt zu haben. Man lernt einen Menschen kennen und verbringt auf Anhieb viel Zeit mit ihm, weil er anziehend auf einen wirkt. Man kennt das Gefühl vom „verliebt“ sein nicht. Viele Jugendliche empfinden dann aber etwas, das sie bislang nicht kennen und sprechen von der ersten großen Liebe. Die Partner gehen dann aus, halten Händchen und suchen die körperliche Nähe zu ihrem Partner. Sie verbringen den Großteil ihrer Freizeit miteinander oder beginnen ganz schüchtern sich auf den Mund zu küssen. Dadurch entwickelt sich bei vielen das Gefühl füreinander geschaffen zu sein. In vielen Partnerschaften kommt es dann zum ersten Geschlechtsverkehr, da der Freundeskreis eventuell schon sexuelle Erfahrungen gemacht hat oder der Freundeskreis abwertend spricht, weil die beiden Partner noch nicht intim miteinander geworden sind.

Dadurch wird dem Geschlechtsakt ein sehr hoher Stellenwert gegeben, der in den Köpfen der Jugendlichen auch häufig durch den Einfluss der Medien entsteht. All diese Gründe für frühen Geschlechtsverkehr werden ausgelöst durch eine noch instabile Persönlichkeit und häufig auch mangelndem Selbstwertgefühl. Das könnte der Grund sein, warum eine Mädchen früh mit ihrem Freund schläft. Sie will dazu gehören. Sie will die Anerkennung ihrer Gruppe. Bei Jungs ist es häufig der Fall, dass sie die Erfahrungen machen, wie es ist, endlich zum Mann zu werden. Sie wollen es ausprobieren und häufig wird nach dem ersten Geschlechtsverkehr auch drüber gesprochen und bei den Freunden geprahlt. Wenn die Jugendlichen aus der Pubertät raus sind, beginnen sie zwischen echten Gefühlen, echter Liebe und sexueller Anziehung, Sex zu unterscheiden. Dann beginnen sie eine Partnerschaft zu führen, die auf innere Werte basiert und nicht auf die Attraktivität des Partners heruntergestuft wird.

Demnach kann man davon ausgehen, dass vielen Jugendlichen grade in der Pubertät der Sex wichtiger ist als die Liebe. Sie sind zwar der Meinung sie lieben einander, weil sie die echten Gefühle noch nicht kennengelernt haben.